Geld in Dachfonds investieren

Wer sein Geld in Dachfonds investieren möchte, erspart sich die vor allem für den Laien mühevolle Detailarbeit, in einem Angebot von gut 10.000 potentiell möglichen Einzelfonds den Fonds heraus zu suchen, der den eigenen Vorstellungen am nächsten kommt. Dachfonds waren nicht nur in Deutschland lange Jahre verboten und wurden erst 1998 wieder zugelassen. Der Gesetzgeber hat strenge Kriterien vorgegeben, nach denen solche Fonds arbeiten können. Dachfonds sind Fonds, die das Geld ihrer eigenen Anleger in Anteile anderer Fonds investieren. Es obliegt dem Dachfondsmanagement, die richtigen Investmentfonds für ihre Anlegerschaft ausfindig zu machen. Es darf höchstens zehn Prozent des eigenen Fondsvermögens in einen anderen fremden Fonds einbringen, so dass das Kapital der Anleger bei einem eventuellen Ausfall eines Zielfonds nie vollständig verloren gehen kann. Viele Dachfonds haben sich selbst wiederum auf bestimmte Vermögensklassen spezialisiert und verfügen über das entsprechende Know-how, sich dort zu engagieren, wo sie sich auskennen. Interessenten können sich selbst bei einem kompetenten Finanzdienstleister oder auch bei einer Bank, z. B. Merkur Bank, über Details informieren.

Das oft vorgetragene Argument, Dachfonds seien aufgrund der doppelten Kostenstruktur, die durch die Verwaltung des Dachfonds und die Verwaltung des Zielfonds anfällt, teurer als ein Einzelengagement, liegt neben der Sache. Vielfach kann der Dachfonds als institutioneller Anleger ohne das üblicherweise anfallende Agio Anteile an einem Zielfonds erwerben, teilweise werden die Gebühren auch von einem bestimmten Erfolg abhängig gemacht. Dachfonds sind vor allem auch steuerlich interessant. Die Abgeltungssteuer fällt nämlich erst dann an, wenn der Anleger seine Fondsanteile auflöst. Solange das Dachfondsmanagement die Anteile lediglich zwischen verschiedenen Zielfonds hin und her verschiebt, fallen beim Anleger noch keine steuerpflichtigen Kursgewinne an. Der Anleger hat auch nur eine Beteiligung in seinem Depot, wenn er sich an einem Dachfonds beteiligt. Er braucht nicht ständig einzelne Positionen zu überprüfen und spart Zeit. Diese Aufgaben hat der Dachfonds übernommen. Den Anleger interessiert dann nur noch das Ergebnis. Finanzdienstleiter informieren auch über unterschiedliche Dachfondskategorien, die je nach Bedarf unterschiedliche Risiken eingehen und teilweise mit Gütesiegeln ausgestattet sind.

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Dansette